Spätfolgen bei Borreliose?

Die Borreliose wird in erster Linie von Zecken übertragen, welche auch als Holzbock bezeichnet werden. Die Zecken übertragen das Bakterium Borrelia burgdorferi, welches durch einen Biss in die Blutbahn des Menschen gebracht wird. Nicht jede Zecke trägt das gefährliche Bakterium in sich, allerdings gibt es in Deutschland einige Risikogebiete. Die Zecken lauern sehr gern im hohen Gras oder an Sträuchern. Streift ein Tier oder Mensch die entsprechende Pflanze, so haftet sich der Blutsauger an der Haut fest und sucht sich eine günstige Stelle für den Einstich. Falsch ist, dass sie diese Tiere von den Bäumen fallen lassen und dadurch auf den Körper gelangen.

Das Krankheitsbild

Wer Hunde oder Katzen besitzt, sollte immer eine Zeckenzange zu Hause haben, damit die Schädlinge entfernt werden können. Verschiedene Medikamente helfen bei den Haustieren nur bedingt. In Deutschland erkranken jährlich 60.000 bis Menschen an der Borreliose. Die Borrelien werden nach etwa 8 bis 10 Stunden nach dem Zeckenbiss übertragen. Es bleibt also genügend Zeit, um nach einem Waldspaziergang den Körper nach einer Zecke abzusuchen. Sind die Bakterien in den Körper eingedrungen, so beginnen sie mit ihrer zerstörerischen Arbeit.

Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 30 Tagen entsteht an der Einstichstelle ein rötlicher Fleck, welcher zusätzlich einen Ring aufweisen kann. Schon nach 10–14 Tagen kommt es zu einer Grippe, welche auch mit Fieber einhergehen kann. Die meisten Menschen denken an eine einfache Erkältungskrankheit. Es kommt in fast allen Fällen zu einem diffusen Krankheitsbild, welches nicht mit dem Biss von einer Zecke in Verbindung gebracht wird.

Die Spätfolgen

Nach 20 bis 59 Tagen oder 4 bis 16 Wochen (hier unterscheiden sich die Meinungen der Experten) breitet sich der Erreger über den gesamten Körper aus. Es kommt zu Sehstörungen, Schmerzen in den Gelenken und zu einer Schwächung des Immunsystems. Im Endstadium kommen Lähmungen dazu und es kann zu der gefürchteten Hirnhautentzündung kommen, welche die Mediziner als Borrelien-Meningitis bezeichnen. Des Weiteren kommt es zu Gefäßentzündungen und Herzproblemen. Einige der Patienten müssen den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen.

Das Gefährliche an der Borreliose ist, dass sie häufig erst sehr spät erkannt wird. Wird die Erkrankung im Frühstadium festgestellt, kann mit Antibiotika recht gute erfolge erzielt werden. 95 Prozent der Patienten können ohne bleibende Spätfolgen geheilt werden. Eine Impfung gibt es gegen die Borreliose zurzeit noch nicht.

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