Borreliose Diagnose

Um eine Borreliose feststellen zu können, erfasst der Arzt zunächst die Krankengeschichte des Patienten. Im Anschluss führt er eine körperliche Untersuchung durch. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf der Stelle, an der der Zeckenbiss erfolgt ist. Zeigt sich dort die charakteristische Wanderröte, ist dies bereits ein sicherer Hinweis auf eine Borreliose. Zeigt der Patient andere Auffälligkeiten wie Lähmungen oder Gelenkschmerzen, die nach einem Zeckenbiss aufgetreten sind, so können diese Symptome auch Anzeichen für eine Borreliose sein.

Bei typischen Borreliose Symptomen wird eine Blutprobe entnommen

Um die Diagnose “Borreliose” sicherstellen zu können, entnimmt der Arzt bei Auftreten typischer Symptome eine Blutprobe. Diese wird sodann auf Antikörper gegen den Borrelioseereger untersucht. Antikörper gegen Borrelien sind normalerweise zwei bis vier Wochen nach dem Zeckenstich nachweisbar, manchmal auch erst nach einigen Monaten. Das bedeutet, dass eine Borrelieninfektion vorliegen kann, obwohl die Blutprobe negativ ausfällt. Andererseits bedeutet eine positive Blutprobe nicht zwangsläufig, dass sich ein Mensch erst vor kurzem mit Borreliose angesteckt hat. Die Antikörper lassen sich jahrelang im Blut nachweisen und können auf eine länger zurückliegende Ansteckung hindeuten.

In der Regel werden in der Antikörperdiagnostik der ELISA (ein Immunoassay- Verfahren) und der Westernblot eingesetzt. Problematisch an diesen Antikörpertests ist jedoch, dass sie nur feststellen können, ob ein Kontakt mit Borrelien stattgefunden hat oder nicht. Jedoch kann mit diesem Verfahren der Krankheitsverlauf einer Borreliose nicht kontrolliert werden.

Borreliose Lymphozytentransformationstest

Um den Verdacht auf eine Borreliose mit größerer Wahrscheinlichkeit zu bestätigen, wird manchmal ein Lymphozytentransformationstest durchgeführt. Hierfür werden aus einer Blutprobe des Patienten lebende Lymphozyten, die zu den Abwehrzellen des Körpers gehören, isoliert. Dann werden diese Bestandteile der Borreliosebakterien beigegeben. Steigern sie daraufhin ihren Stoffwechsel, kann dies auf einen früheren Kontakt mit Borrelien hindeuten.

Neben dem Nachweis von Antikörpern kann auch versucht werden, die Borrelien direkt nachzuweisen. Dies kann zum einen durch Anlegen einer Borrelienkultur erfolgen. Ein weiteres Verfahren ist die sogenannte Polymerasekettenreaktion (PCR). Bei dieser Untersuchungsmethode wird genetisches Material der Borrelien nachgewiesen. Besteht ein begründeter Verdacht auf eine Neuroborreliose, so ist eine Liquoruntersuchung von Nöten. Hierzu wird das Nervenwasser untersucht. Dieses wird durch eine Punktion zwischen dem 3. und 4. Lendenwirbel gewonnen. Nach der Entnahme wird der Liquor auf Antikörper und entzündliche Veränderungen untersucht.

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